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Soap&Skin: Stuttgart
Monday, 22 February 2010 08:05

Soap&Skin in StuttgartLovetune for Vakuum, so heißt das in 2009 erschienene Debütalbum von Soap&Skin aka Anja Plaschg. In Stuttgart präsentierte sie dieses zusammen mit einem kleinen Ensemble im Theaterhaus. Ohne Probleme schaffte sie es, das albumbetitelnde Vakuum herzustellen, doch nach dem "Lovetune" suchte man vergebens.     

Bereits vor dem Erscheinen ihres Albums im letzten Jahr wurde die junge Österreicherin als Musikreformatorin gepriesen. Eine völlig neue Art des Musizierens und des Präsentierens der Selbigen schien erfunden zu sein. Irgendwo zwischen Piano, Orchester, elektronischen Klängen, Flüstern und ungehemmten Geschrei ist die Musik von Soap&Skin beheimatet. Doch was auf der Platte Gänsehaut hervorruft und düsterer kaum sein kann, wirkt live unecht und kalt.

Uniformiert in schwarz betreten das Ensemble, die Backgroundsängerin und Anja Plaschg die Bühne. Alles wirkt wie die perfekte Inszenierung eines düsteren Endzeittheaterstücks. Unnahbar beginnt Plaschg die Tasten des Flügels zu bearbeiten und das kann sie ausgesprochen gut. Stimmlich sieht es dagegen ganz anders aus. Töne werden verfehlt, entgleiten. Zweimal findet sie erst gar nicht in ihre Lieder und beginnt von vorn. Schreie und gefühlsmäßige Entgleisungen ihrer Stimme, die auf der Platte herzzerreißend schön wirken, entpuppen sich live schlicht als Gebrüll.

Soap&Skin bewegt sich perfekt in ihrer inszenierten Welt und man erkennt allzu oft die Schauspielerin in ihr. So torkelt sie wie ein Zombie über die Bühne, verspritzt Wasser und bewegt sich exzessiv zuckend. Zusammen mit einer ungewöhnlichen Lichtregie fühlt man sich oft doch mehr in einem Theaterstück als in einem Konzert und Anja Plaschg spielt die Rolle der unnahbaren und abweisenden dunklen Königin perfekt.

Nach nicht einmal 90 Minuten ist dann bereits alles vorbei. Das Publikum verlässt die undurchschaubare und seltsame Welt der Soap&Skin die zu besuchen zwar interessant war, allerdings nicht unbedingt einer Wiederholung bedarf. Fotos und Text: Rebekka Schwarz

(22.01.2010)

 




Verständnis
murbe 2010-02-26 18:45:36

Vielleicht hat ihnen entweder schlichtweg die nötige Empathie gefehlt oder sie
waren einfach zu verblendet von ihrer Kultiviertheit, dass sie nicht den wahren
Kern und das Herz des Konzerts erkannt haben. Es war ein sehr intensives und
emotionales Konzert. Was sie als Schauspiel auslegen ist das pure Durchleben der
tiefsten Gefühlswelten. Ich persönlich glaube, dass das Album ein Witz neben
des Konterts ist. Wer kommt um zu sehen wird nichts hören. Vielleicht sollten
sie ein Konzert leben und nicht nur kommen um ihren Schiss abzulassen.
Liebe
Grüße

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