| Jamie T: München |
| Monday, 22 February 2010 20:07 | |||
Bitte eine Zigarette und ein Bier. Und ein Stück Coolness von Jamie T. Das ist alles, was man sich an diesem Abend noch wünscht. Ansonsten kann der Konzertgänger im Backstagewerk restlos glücklich sein. Jamie T und seine Pacemakers bieten das, was man Endorphinaussschüttung von der ersten bis zur letzten Minute nennt. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten. Unsere Redakteurin Gina sagt euch warum.
Die jungen Wilden in der ersten Reihe, die jedes noch so schnell getextete Wort des 23-jährigen Engländers mitsprechen- und singen können, die Pärchen am Rand, die von Jamie T mit den Worten „You can kiss your girl when you're home“ nach vorne gebeten werden, die vereinzelt auszumachenden Engländer, die ihren Landsmann aus Wimbledon verehren wie einen Volkshelden und schließlich die Jungs-und Mädchencliquen, die schon lange um die Raffinesse von Jamie T wissen. Die Musikjournaille nennt ihn ein Genie – und wie alle anderen Genies tut Jamie T vor allem eins: er schert sich nicht darum. In schlodderigen Klamotten mit Wuschelfrisur erscheint er auf der Bühne und sieht so aus, als käme er mit seinen Freunden gerade vom Fußballschauen. Wer jedoch befürchtet, Jamie T & The Pacemakers würden gelangweilt oder gar lieblos ihr Set herunterspielen, der irrt. Denn Jamie T weigert sich standhaft, irgendwelche Erwartungen zu erfüllen. Und dadurch ist er alles andere als belanglos. Elektro-Beats, rasend schnelle Reime, glasklarer Gesang, Hip Hop, Gitarrenpicking, ein bisschen Pop – es ist eine Sisyphusarbeit, die einzelnen Fetzen aufzuzählen, die Jamie T in seiner Musik aneinanderreiht. Mit seiner Band The Pacemakers nimmt er sein Publikum mit auf eine Tour durch englische Vorstädte und die Geschichten von zerbrochenen Beziehungen, Schlägereien in der Bar und der Tristesse des Lebens. Es sagt schon einiges aus, wenn es bei so einem Konzert schwer fällt, einzelne Höhepunkte auszumachen. Sheila, Hocus Pocus, 386, Salvador und Sticks & Stones bewegen auch den letzten Rumsteher zum Tanzen. Jamie T & The Pacemakers sind diese Art von Band, die alles richtig macht, ohne wie aus einem Lehrbuch zu klingen. Herrlich dahingeschlonzte Gitarrenparts von einem Gitarristen, der sich auch in einer 70's Rockband gut machen würde treffen auf die Melodien vom Keyboarder, der vor lauter Enthusiasmus seinen Iro wie wild durch die Luft schmeißt und auf einen Bassisten, der - immer die Ruhe selbst - konsequent seine Bassläufe durchzieht. Das Publikum zeigt der Band seine Begeisterung durch "Jamie"-Rufe, außer Rand und Band geratene Tanzeinlagen und glückselige Gesichter. Text: Gina Kutkat, Fotos: Itje Kleinert
(21. Februar 2010)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!