Auf eine abenteuerliche musikalische Reise nimmt Owen Pallett sein Publikum in der Dachauer Friedeskirche mit. "Don’t tell us the songs you wanna hear, tell us the places where you wanna go to" ist das Motto des Abends. Sara, Rebekka und Tine vom LAXMag haben sich dieses außergewöhnliche Event nicht entgehenlassen.
Owen Pallett, der früher unter dem Namen Final Fantasy musizierte, kommt zu seinem Auftritt etwas zu spät und mit nur einer Stunde Schlaf in Dachau an, überzeugt aber trotzdem durch seine Virtuosität, seinen Charme und seine unbändige Spielfreude.
Die ersten Stücke trägt er alleine mit seiner Geige vor, ehe ihn ein Mitmusiker unterstützt, den Pallett dem Publikum als "An Asshole, but pretty on the eye" vorstellt. Zusammen mit seiner Geige und einem kleinen Keyboard, sowie seinem Musikerfreund, der ihn auf einer E-Gitarre und verschiedenen Trommeln begleitet, kreiert Pallett mit Hilfe seiner Loop Station eine atemberaubende Klangkulisse in der Kirche, die selbst mit einem Orchester kaum opulenter sein könnte. Er erzeugt spannende Klänge, eine komplexe und außergewöhnliche Mischung aus klassischer und moderner Musik. Pallett beherrscht sein Instrument in allen Lagen und traut sich, sie Geige so zu spielen, wie es wohl vor ihm selten gemacht wurde. Er zupft und streicht die Saiten nicht nur, sondern klopft auch sanft auf den Korpus seines Instruments. Ihren Klangkörper gebraucht er als Mikrofon, singt und schreit hinein, was seinem Gesang eine dramatische Note gibt, wie etwa bei Many Lives, einem verzweifelt anmutenden Stück. Damit wirkt die Geige in seiner Hand fast wie etwas Lebendiges, als würde sie manchmal krächzend ausatmen, als wäre das Klopfen ihr eigener Herzschlag, als würde sie Owen Palletts hineingesungene Passagen flüsternd wiedergeben.
In gleichem Maße spielt er Titel seiner drei Alben Final Fantasy Has A Good Home, He Poos Clouds und seiner neuen, deutlich elektronischeren Platte Heartland. Eines der Highlights ist mit Sicherheit He Poos Clouds, das einzige Stück, das er weitestgehend ohne das Sampeln seiner Melodien und Klänge vorträgt.
Nach gut einer Stunde verlässt Pallett den Altarraum, lässt sich vom tosenden Applaus des Publikums aber gerne zu diversen Zugaben überreden. So kommt er sogar zurück, als das Licht und die Musik bereits wieder an sind, um mit Modern Babies, einem Lied, das auf den Soziologen, Philosoph und Musikwissenschaftler Theodor W. Adorno zurückgeht, und seinem gewagten Cover des Mariah Carey Songs Fantasy, zu punkten. Text: Rebekka Schwarz, Christine Bulla / Fotos: Sara Haußleiter
(14.03.10)
|
Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!