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Marina And The Diamonds: München
Tuesday, 08 June 2010 22:13

marina and the diamondsMarina Diamandis, besser bekannt als Marina And The Diamonds, hat mit ihrer Band im ausverkauften 59to1 einen schweißtreibenden Auftritt hingelegt. Das Popsternchen überzeugt dabei mit ihrer unglaublichen Bühnepräsenz nicht nur Itje und Tine vom LAXMag.

Heiß ist es im ausverkauften 59to1 und dabei steht Marina noch gar nicht auf der Bühne. Pünktlich um halb zehn beginnt die griechischstämmige Waliserin ihre Show. 25 Jahre ist die alt; ihre Kleidung, ein Stilmix, an dem Dank der Mickey-Maus-Latzhose "aus dem Vorhang einen Kinderschlafzimmers gemacht" die ganz Kleinen, und Dank den gefährlich hohen Stilettos die älteren Gefallen finden könnten. Ein großer „M“-Anhänger und eine blau-umrandete 80er Jahre-Sonnenbrille runden das wilde, individualistische und absolut passende Outfit für diese schrille Person ab. Begleitet wird sie von nicht weniger unauffälligen Jungs an Keyboard, Synthie, Bass und Schlagzeug.

So gekleidet kommt sie auf die Bühne und wird sofort bejubelt. Das Publikum, teils jünger, teils auch viel älter als die Sängerin ist sehr textsicher und klatschfreudig. Das hat die Dame auf der Bühne sich aber auch wirklich verdient. Hervorzuheben ist ihre einmalige Stimme. Eine elektropoppige Mischung aus Kate Bush, Elisabeth Fraser mit einer gerade noch ertragbaren Portion Lady Gaga, stark und intonationssicher in den Höhen und Tiefen. Hier lässt sich der Unterschied zur Studieaufnahme der Debut-Platte The Family Jewels nicht heraushören.

Diese präsentiert sie an diesem Abend komplett. Hits wie Hollywood oder I Am Not A Robot werden frenetisch gefeiert. Zu letzterem hält Diamandis eine herzförmige Leuchte in einer freiheitsstatuen-ähnliche Geste in der Hand. Stolz sieht sie dabei aus, man erahnt die griechischen Wurzeln. Für Obsessions setzt sie sich ans Keyboard und auch das beherrscht sie ausgezeichnet.

Mit Guilty, etwas abgeändert mit ruhigeren Parts, beendet sie die Show, macht zum Ende hin eine Choreographie à la Waldorfschule meets Madonnas Vogue, mit ihren Händen und wirft dem Publikum eine Kusshand zu. Anhaltender Applaus bringt sie zurück auf die Bühne, einen kühlenden Wiskey in der Hand.  Zwei Songs, dann ist Schluss, mehr gibt das Repertoire nicht her. Noch nicht. Abzuwarten bleibt, ob dieser Diamant für immer bleiben wird.  Text: Christine Bulla, Fotos: Itje Kleinert.

(07.06.2010)




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