| The National: Dachau |
| Thursday, 15 July 2010 14:22 | |||||||||||||||||||
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Perfekte Location, perfekte Band, perfektes Wetter. Es ist einer dieser Abende, an die man sich mit Sicherheit in 30 Jahren noch erinnern wird. The National gastieren zum zweiten Mal auf dem Dachauer Rathausplatz und haben ihr grandioses neues Werk High Violet im Gepäck. Die Setlist ist eine Schatztruhe aus neuen und alten Stücken der New Yorker, die sich angesichts des plötzlichen Ruhms (Platz 10 der deutschen Albumcharts, ausverkaufte Hallen in den USA und im UK) kein Stück verändert haben und herrlich bodenständig wirken. Hochkonzentriert und versunken in ihre Songs, humorvoll und einfach grundsympathisch; zwischen den Liedern haben The National sofort den ganzen großen, gut gefüllten Platz auf ihrer Seite. Glückliche Gesichter, wohin man auch blickt. Dies ist allerdings nicht zuletzt der ganz fantastischen musikalischen Darbietung der Band und dem charismatischen Auftreten Matt Berningers geschuldet. Einmal tief in sich gekehrt, als möchte er im nächsten Moment ins Mikrofon kriechen, im der nächsten Sekunde schier ausrastend und fast ein wenig furchteinflößend, zieht er wohl selbst die Menschen an den Fenstern der umliegenden Gebäude in seinen Bann. Besonders eindrucksvoll wirken an diesem Abend das eindringliche Conversation 16, die Kracher Abel und Mr. November, wo sich der Leadsänger in ausgiebigem Publikumskontakt austobt, und die ruhigen Stücke wie Sorrow und das wunderbare Slow Show. "You know I've dreamed about you 29 years before I saw you," heißt es hier. Von einem so traumhaft schönen, bis ins letzte Detail stimmigen Konzert haben wir in der Tat schon lange geträumt. Sara Haußleiter
Open-Air-Konzerte in Dachau sind nicht nur dann etwas ganz besonderes, wenn man es in schwül-heißen Hallen gar nicht mehr aushalten würde. Trotzdem genießt man in toller Kulisse unter freiem Himmel die rockigen Song-Perlen von The National auf ganz andere Weise. Eine bunte Mischung aus neuem und alten Song-Material haben sie mitgebracht. Für I'm Afraid Of Everyone und Vanderlyle Cry Baby Cry holt die Band ihre Kollegen von St. Vincent auf die Bühne, die den Hauptact mit Gesang, Keyboard, Gitarre und Trompete unterstützen. Ein buntes Kollektiv, das in seiner enormen Varianz an dichten und stimmigen Instrumementen aufgeht. Matt Berninger - charakteristische Stimme des Ganzen - gibt den sehr exzentrischen Bariton, der gerne auch mal ohne Mikrofon brüllt oder mit einer ausladenen kraftvollen, oft verzweifelt und zerbrechlich wirkenden Körpersprache seinen Songs Kraft verleiht. Er ist ein dem Wein zugeneigter und an diesem Abend doch sehr zahmer Rowdie, dem eine Gene-Kelly-eske Darbietung an der Laterne verwehrt wird, der nur ein Mikrofon zerstört und dessen blasphemischen Aussagen sich so weit in Grenzen halten, als dass es erst zur letzten Zugabe zu regnen anfängt. Christine Bulla
Ein Sommertag, Ausflug aufs Land mit Wanderung auf den Schlossberg (zumindest fast), Eis für den Weg durchs beschauliche Städtchen, der Marktplatz mit kleinen, bunten alten Häusern, Pflastersteinen, die von der Sonne aufgewärmt sind und Apfelschorle aus der Region für 3 Euro. Menschen sammeln sich, die so bunt wie die Häuser sind - von Landjugend über betagte Kulturliebhaber bis hin zu Münchner Indieprinzen und Starnberger Schickimicki-Paaren. Die Szenerie mit ihren Hauptdarstellern könnte genauso gut auf eine Open-Air-Vorstellung von Shakespeares "Sommernachtstraum" warten. Doch sie wartet auf The National und einmal mehr zeigt sich, was für eine Macht Musik hat, Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zu vereinen. Und so reagiert zwar jeder auf seine Art, aber doch alle irgendwie gleich als die Band die Bühne betritt, nämlich begeistert. Wie muss die Szenerie erst auf eine Band wirken, die aus New York kommt? Zumindest kann sich Matt Berninger daran erinnern, dass er schon einmal in Dachau auf dem Marktplatz aufgespielt hat. Nun mit dem neuen Album High Violet gibt's natürlich nochmal mehr zu bieten: Anyone's Ghost, Conversation 16 und Afraid of Everyone sind Stücke des neuen Albums, die das Publikum genauso begeistert mitsang wie die alten Stücke. Bloodbuzz Ohio und Sorrow waren vermutlich nicht nur meine persönlichen Highlights des Abends. Alles im allem: Immer wieder schön so ein Ausflug aufs Land! Eva Deinert Dann folgen The National, die die Bühne mit aller Macht übernehmen. Genauer gesagt nimmt zuerst Matt Berninger, dank seiner durch Mark und Bein gehenden Stimme, das gesamte Publikum ein. Was ruhig beginnt wird schnell rockig. Leises wird schnell zu laut Gebrülltem, Hoffnung zu Verzweiflung. Melancholie, so wird schnell klar, schwingt mit, egal in welchem Tempo oder Lautstärke gespielt wird. Neben der markanten Stimme des Sängers fußen der Erfolg, der Wiedererkennungswert und die Qualität der amerikanischen Band auf den Schultern der recht umfangreichen Liveband, die es schafft komplizierte Klangbauten zu konstruieren, die Berningers Stimme meist hervorheben und begleiten und leider manchmal auch in den Hintergrund drängen. Und wem Wetter und Musik, beziehungsweise die daraus resultierenden Stimmungen, zu unvereinbar waren, der konnte sich zum Ende des Konzertabends an den ersten Regentropfen freuen. Rebekka Schwarz
(14.07.2010) Fotos: Sara Haußleiter
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
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Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!