Spätestens seit Ruby kann ihnen keiner mehr entkommen: Die Kaiser Chiefs erobern nach der Indie-Welt nun auch die Charts. Dass sie den Erfolg verdienen, haben sie am 29. Oktober 2007 beim Konzert im Münchner Zenith unter Beweis gestellt.
Zum Reinhören: Everyday I love you less and less (live)
Wir sind Rockstar. Das hatten sich auch die Kaiser Chiefs am Münchner Abend groß auf die Fahne geschrieben und ließen sich daher schon beim Einmarsch in die vier Wände abfeiern ohne Ende. Denn sie kamen nicht einfach auf die Bühne, nein, das wäre nicht Brit-Rock genug. Sie ließen sich von Scheinwerferspots zur Bühne führen, stets umjubelt vom Volk. Winkend, lächelnd, Rolling-Stones-Like.
Keinesfalls so durchschnittlich, wie sie uns mit ihrem Opener Everything Is Average Nowadays weis machen wollen. Was folgt ist über eine Stunde Show, während der man keinen spürbaren Unterschied zwischen Ricky Wilsons akrobatischer Jonglierkunst und seiner Gesangsausbildung ausmachen kann. Das klassische, von Franz Ferdinand zum Unabdingbaren erkorene Tamburin stets in der Hinterhand. Er springt, wirft das Mikrophon, fängt es, springt wieder und wirft sich dann ins Publikum. Crowd-Surfing des Frontmanns bei vollem Bewusstsein und ohne, dass es dem Gesang einen Abbruch tut.
Faszinierend. Überhaupt ist Wilson ein Sänger, bei dessen Energie und Bewegungsdrang seine Pausbacken eigentlich unerklärlich bleiben. Dann der erste verunsichernde Moment: Die Chiefs spielen - oh my god I can´t believe it - "Ruby" wider erwarten mitten im Set statt als Zugabe. Wissen sie denn nicht, welch durchschlagende Wirkung der Song hierzulande inzwischen erreicht hat? Doch, tun sie, und es ist ihnen offensichtlich egal. Gut, denn so bleibt es am Publikum zu raten, ob es denn überhaupt eine Zugabe geben wird und welche Stücke dabei sein werden.
Die Auswahl wird bald eingeschränkt: I Predict A Riot rutscht ebenso ins normale Programm wie Na Na Na Na Naaaa und "Everyday I Love You Less And Less". Was wie Willkür wirkt, ist auch durchaus durchdacht. The Angry Mob gibt das Schlusslicht und verabschiedet die fünf Briten mit einem gewaltigen Tusch von der Bühne. Was bleibt ist ein Lächeln auf dem Gesicht und Muskelkater in den Beinen. Schön war´s und ebenso abwechslungsreich.
Nachdem also alle großen, mitreißenden Wunschtitel der Zuhörer performt wurden, entscheiden sich die Kaiser Chiefs für ein Ende, das schöner nicht hätte sein können. Zum Abschied begleiten sie jeden einzelnen mit der verträumten Ohrwurm-Melodie von Love´s Not A Competition (But I´m Winning) nach Hause. Die Melodie bleibt, der grandiose Eindruck vom Konzert ebenfalls. Bleibt zu hoffen, dass sich die Band bald mal wieder nach Deutschland verirrt, zum dankbarsten Publikum der Welt. Nina-Carissima Schönrock
Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!