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The Great Park: Dachau
Wednesday, 17 November 2010 10:21

The Great ParkStephen Burch aka The Great Park schien sich zeitweise am liebsten hinter seiner Gitarre verstecken zu wollen, so schüchtern wirkte der britische Musiker am gestrigen Abend in Dachau. Dabei hatte er das alles andere als nötig. Mit zerbrechlicher Stimme trägt er seine lyrischen Lieder vor und vermochte die Zuhörer zu begeistern.

Mit der erst kürzlich eröffneten Dachauer Kultur-Schranne gibt es in der Nachbarschaft zu München ein neues musikalisches Zuhause für qualitativ hochwertige Singer-Songwriter und Jazzmusiker. Zusammen mit der Hamburgerin Binoculers eröffnete The Great Park eine Reihe toller Singer-Songwriter-Abende, die Zukunft dort stattfinden sollen.

Nach dem sowieso schon ruhigen Auftritt von Binoculers, die ihre Lieder mit Akustikgitarre und Xylophon und unter Zuhilfenahme einer Loop-Station vortrug, folgte der noch melancholischere Auftritt von The Great Park.

Der zierliche und fast schon zerbrechlich wirkende Musiker, der oft verhuscht hinter seiner Gitarre saß, stellte vor allem Titel seines aktuellen Albums If you can Hold it you can Throw it vor. Nur unter Zuhilfenahme besagter Gitarre öffnete er mit kräftiger und doch sensibler Stimme sein Innerstes dem Publikum. Zwar ließen kurze Anekdoten zwischen den Liedern den ein oder anderen schmunzeln, doch überwog die melancholische Stimmung die Stephen Burch über seine Musik, die auf Konzertplakaten als Problem-Folk beschrieben wird, transportierte.

The Great Park besitzt großes lyrisches Talent, das bewies er durch diverse seiner Lieder. So sang er in We could have, we should have we didn’t beispielsweise: “I bought books for the fire and wine for the sea and paper to hang off the trees/I would settle for less, for peace and for rest but theses things are elusive to me.” Neben seiner empfindsamen Stimme ist dies wohl auch die besondere Qualität des Musikers, die ihn aus der großen grauen Masse der Singer-Songwritersezene hervorstechen lässt. Rebekka Schwarz

 




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