| Jens Lekman: München |
| Sunday, 24 February 2008 19:31 | |||
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Zum Reinhören: The Opposite Of Hallelujah
Jens Lekman stammt aus Kortedala, einem recht tristen Vorort von Göteborg. Das schwedische Städtchen ist aufgebaut wie ein Labyrinth, sagt er. Sei man erst drin, komme man nicht mehr raus. Und wolle man doch einmal fliehen, so müsse man sich zuvor eine Karte bei Google Maps für den Taxifahrer ausdrucken, erzählt er und wundert sich in Friday night at the Drive-in Bingo, warum die Leute auf dem Land so aussehen wollen wie die schäbigen Menschen in der Stadt. Dabei sollten sie Flanellhemden und ausgeleierte Jeans tragen, das würde ihrer Engstirnigkeit besser stehen:
So this is what they do out here for fun?
Genau diese Art von Humor ist es, mit der sich Lekman eine Anhängerschaft von beachtlicher Größe zugelegt hat. Unterhalb der Bühne stehen lebische Pärchen, französische Models und überproportional viele junge Männer, die wohl froh sind, jemanden gefunden zu haben, der die Enttäuschung nachvollziehen kann, für ein Lied für ein Mädchen geschrieben zu haben, das nichts davon hören will. Allerdings sorgt der Witz in seinen Stücken auch immer wieder für Irritationen, vor allem bei Lekman selbst: Er habe schwer daran zu tragen, dass die Leute immer dann am lautesten lachten, wenn er etwas ernst meint und bei Albernheiten traurig würden.
Die Intention ist natürlich oft auch schwer herauszulesen, wenn jedes in süßliche Melodien verpackte Lied in einer Weise vorgetragen wird, für die man einen Schnulzensänger wie James Blunt scharf verurteilen würde, nicht aber diesen netten jungen Mann aus dem südlichen Schweden. Jens Lekman kann ohne Vorwurf auf der Bühne stehen, die großen Karos seines Hemdes auf der Brust tragen und mit niedergeschlagenen Augen seine Geschichten erzählen. A postcard to Nina singt er weniger, er liest das Stück vielmehr als Kurzgeschichte: Seine Berliner Freundin Nina versucht ihn bei ihrem Vater als festen Freund vorzustellen. Sie hätte lieber eine Freundin statt einem Freund, doch sie will das katholische Herz des älteren Herrn nicht brechen. Er macht das Schauspiel mit, wenn auch nicht besonders glücklich. Das Image des Lieblings aller Schwiegereltern wird man so freilich nicht los, jedoch auch nicht die Gelegenheit, weiter in die Absurditäten des Alltags zu stolpern. (Florian Zick)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!