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Blood Red Shoes: München
Thursday, 01 May 2008 02:51

Geschmeidig wie ein Kätzchen: Laura-Mary der Blood Red Shoes
Die Blood Red Shoes sind auf ihrer Tour zur ersten Platte bereits das zweite Mal in München. Unser Redakteur Dominik war zu Gast und hat sich die junge Band in der Walpurgisnacht angeschaut.

 

 

Die beiden jungen Engländer kamen auf die Bühne und gaben direkt Gas mit It´s getting boring by the see. Steven Ansell, ein Derwisch, der den kompletten Auftritt wie ein Wilder auf sein Schlagzeug drosch; kurzum ein Tiger, während Laura-Mary Carter das geschmeidige Kätzchen mimte, unnahbar und unberechenbar. Sie kühl und mit der Stimme spielend, mal hoch, mal schnell, mal kreischend. Er an den Drums einen treibenden Beat im dauerhaften Endspurt wie ein 400-Meter-Läufer vorgebend, dabei Feuer versprühend, beim Gesang dichter und voluminöser.

 

Gegensätze, die sich ergänzen. Genau deshalb sind die beiden ein gutes Team, das mit Stücken wie ADHD, I wish I was somenone better und den oben genannten Opener für Aufruhr sorgten in der Indie-Welt. Und sie machten keine Kompromisse, verzichteten größtenteils auf lange Ansagen, auch der Soundcheck wurde kurzerhand in das Set eingebaut. Das war auch das einzige improvisierte in einer Show, durch die die Blood Red Shoes regelrecht durch rasten und man sich vielleicht etwas mehr Interaktion mit dem Publikum gewünscht hätte.



Zumindest wollte niemand die Band nach einer knappen Stunde schon von der Bühne gehen lassen. Bei der Zugabe brach es Ansell noch mal kurz und knackig auf den Punkt: I hate slow songs! Sicher ein passendes Motto für den Abend, an dem man sich etwas langsamere Lieder herbei gesehnt hatte, damit der Auftritt etwas länger dauert. Oder noch besser: Eine zweite Platte, die genauso gespickt ist voller Kracher wie das Debüt Box of Secrets. Dominik Hoferer


(30.04.2008)

 

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