Home icon Home»Live»Blackmail: München
Blackmail: München
Wednesday, 07 May 2008 11:39

Rockten dieses Mal die ganze Stadt: Blackmail in München
Blackmail im Backstage, München. Wie muss man sich wohl als Musiker fühlen, wenn man bei einem Konzert einmal so richtig untergegangen ist? Wenn das Publikum enttäuscht, die Stimmung am Boden und überhaupt der ganze Abend ein kompletter Reinfall war? Ziemlich beschissen, könnte man vermuten. Nun, Aydo Abay, Sänger der Gruppe Blackmail, hat so einen Abend offensichtlich schon einmal erleben müssen. Allerdings nicht dieses Mal, Carla vom LAXMag war Zeugin.

 

 

Damals, vor 15 Monaten, im Feierwerk in München war es. Was kann man bei einem neuerlichen Konzert in just derselben Stadt nur tun? Blackmail beginnen einfach mit dem, was sie am Besten können: Live spielen. Drei Lieder gehen ins Land, bis Abay überhaupt das Publikum begrüßt. Drei Lieder, die das Publikum überzeugen können. Hilfreich bei dieser Überzeugungsarbeit ist natürlich die Musik, sicherlich auch die beeindruckende Lichtershow, am hilfreichsten jedoch ist der enthusiastische Gesang Abays selber. Kaum ein Sänger schafft es, mit tiefster Inbrunst den gesamten Abend hindurch eine gleichbleibende Qualität an Stimme zu bringen - Abay gelingt dieses Kunststück ohne Weiteres. Das Publikum ist begeistert.

 

Seit 15 Jahren arbeiten Gitarrist Kurt Ebelhäuser, Bassist Carlos Ebelhäuser, Schlagzeuger Mario Matthias und Sänger Aydo Abay als Alternative-Rock-Kombo Blackmail zusammen. Nach dem sechsten veröffentlichten Album sind sie nun wieder auf Tour - und man merkt, dass ihnen Livespielen wirklich Spaß macht. Es wird viel von der neuen Platte Tempo Tempo gespielt, aber auch einige Klassiker der Band. Jedes Lied sitzt, alle sind begeistert.

 

Trotzdem ist Abay sich seiner Sache noch nicht ganz sicher. „Wer von euch war denn das letzte Mal dabei, im Feierwerk?”, fragt Abay schließlich in die proppenvolle Halle hinein. Nur wenige melden sich, da wird ihm wohl ein Stein vom Herzen gefallen sein. „Wir haben immer mehr gegeben und von euch ist damals immer weniger zurückgekommen!” Nun gut, der Herr scheint gerne Probleme auszudiskutieren. Kann er haben. Nach einigem Hin und Her zwischen ihm und einigen Wenigen aus dem Publikum scheint jedoch alles geklärt zu sein. Weiter im Konzert, dann sind alle glücklich.

 

Als Versöhnungsgeschenk widmet Abay aber noch ein Lied den damals Enttäuschten. „Wir spielen dieses Lied nur noch heute, das letzte Mal für mindestens die nächsten zwei Jahre”, erklärt er. „Dann ist aber wieder gut mit euch und mir.” Es kommt: Ken I die. Die Halle tobt, alles ist wieder gut. „Nun sind wir aber wieder im Reinen!” Klar, Abay. Sind alle schon lange. Und wer 1328 auf seinen Unterarm tätowiert hat, der hat bei den Münchnern doch eh schon gewonnen, lieber Aydo Abay. (Nina Carla Praun)


(05.05.2008)




Kommentar schreiben
Name:
Email:
 
Titel:

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

 

Kommentare