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Dass Reklame für einen Weltkonzern nicht gleichzeitig Reklame in eigener Sache ist, mussten Caroline Polachek und Aaron Pfenning von Chairlift feststellen. Mit Bruises haben die beiden Klangkünstler aus Brooklyn den Titelsong zur neuen iPod-Werbung abgeliefert. Offenbar keine Garantie für ein volles Haus. Auf ihr Konzert in der Roten Sonne in München verirrten sich gerade einmal handgezählte zwanzig Leute. Mit dabei: Christine Bulla.
Immerhin: Kein Stress, kein Gedränge. Caroline Polachek sieht aus wie die jüngere Schwester von Charlotte Gainsbourg oder Sofia Ford Coppola. Sie steht am Keyboard der Gruppe. Aaron Pfenning an der Gitarre und Patrick Wimberly an Schlagzeug und Bass unterstützen sie musikalisch.
Ihre braunen Haare hängen ihr meist ins Gesicht, den Blickkontakt zum Publikum vermeidet sie. Zu sehr ist sie in ihre Musik versunken, singt nymphenhaft und klar und umschmiegt fast schon in erotischer Annäherung ihr Mikrophon. Bei den schnellen Stücken blüht sie jedoch auf, schreit schier extasisch, tänzelt hinter ihrem Keyboard und schlägt ihr Tamburin an der Hüfte.
„I tried to do handstands for you but everytime I fell for you I'm permanently black and blue, permanently blue for you”, singt sie, diese bekannten Zeilen aus der iPod-Werbung. Apple sei auf sie zugekommen, sagt sie, denn zu Apple könne man nicht selbst gehen. Man fände ihr Lied gut, hieß es. Ergebnis war ein Exklusivvertrag. „Kaum zu glauben“, so Caroline. Sie hat einen kalifornischen Radio-DJ im Verdacht, ihr Lied beim Computergiganten verpetzt zu haben. Gut für Chairlift. Die konnten dadurch recht schnell ihr Album produzieren, so dass es rechtzeitig für den Werbesport fertig war. Gut wiederum für Apple.
Und gut für das Publikum: Linker Hand tanzende Mädchen, rechts Bier trinkende und den Kopf zum Takt der Musik wippende Jungs. Das Konzert wirkt eher wie ein bunter Abend im Schullandheim. Leider ist auch die Technik an diesem Abend nicht wirklich ausgereift, und so ist es nicht möglich, das Optimale aus den sonst perfekt arrangierten Stücken herauszuholen. Der Sound wirkt mehr wie ein Flickwerk. Ein Flickwerk, wie die Band selbst: Aaron habe sie gebeten, für ihn etwas einzusingen, erzählt Caroline nach dem Konzert. Sie sei begeistert gewesen und habe nach und nach eigene Lieder und Vorschläge eingebracht, so dass es bald zur Hälfte ihre und zur Hälfte seine Songs waren. Plötzlich waren sie eine Band und traten auf.
Patrick hatte die beiden live erlebt und wollte danach auch bei der Gruppe mitmachen. Erst hätte Caroline gezweifelt, denn Patrick war Schlagzeuger und sie wollte eigentlich keine Rockband gründen. Tamburin ja, aber Drums? Am Ende habe es aber hingehauen, selbst mit Schlagzeug. In der Roten Sonne haut dagegen nicht alles hin: Der Gesang ist übersteuert, die Instrumente nicht immer aufeinander abgestimmt – nicht zu vergleichen mit dem fein abgemischten Studioalbum Does You inspire You. Dennoch freut sich die Synthiepop-Band über die verlangte Zugabe, steht scheu auf der Bühne und plauscht nach dem Konzert mit den anwesenden Zuhörern. Sympathische Zwiegespräche sind eben immer noch die beste Reklame in eigener Sache. Christine Bulla
(12.11.08)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!