| The Virgins: München |
| Tuesday, 07 April 2009 22:51 | |||
Schaden kann es nie, in den einschlägigen Klatschspalten vertreten zu sein. Auch Donald Cumming - in der entsprechenden Presse gern als "Indie-Schnuckel" charakterisiert - und seine Band The Virgins profitieren offenbar heute davon. Es ist das erste Konzert der Deutschlandtour dieser New Yorker Band. Ihre erste deutsche Veröffentlichung, das Longplay-Debüt The Virgins, erscheint erst in vier Tagen, und das Atomic Café ist an diesem Montagabend restlos ausverkauft.
Eine Dame im Publikum klärt ihre Begleiter auf: „Der Sänger ist doch der Freund von der einen." Peaches Geldof meint sie. Mit Bob Geldofs Tochter lässt sich Cumming gerne auf irgendwelchen Partys ablichten und es heißt dann, die beiden hätten was miteinander. Zumindest führt uns die Geldof-Verbindung schon mal musikalisch auf die richtige Schiene: Es geht streng in Richtung 80er-New-Wave, hin und wieder mit großzügigem Disco- und Funkeinschlag.
So wie im Eröffnungssong Teen Lovers mit seinen klassischen Funkgitarrenriffs gemischt mit Fuzzlinien und mehrstimmigen Gesang (live wächst das Trio bestehend aus Cumming, Gitarrist Wade Oates und Bassist Nick Ackerman auf ein Quintett an). Es folgt die Partyhymne She's Expensive die immer an der Stelle trifft, wenn sich der Refrain zweistimmig öffnet und sich der Groove der Strophe aufschaukelt; wie fast alle Stücke dieser Band ein perfekt austarierter, ultratanzbarer, kleiner geschlossener Popsong.
Weitere Exemplare dieser Gattung folgen mit Hey Hey Girls, Love Is Colder Than Death, Murder und Private Affair, die ein bestens aufgelegter Cumming mit höchster Bühnenpräsenz unter das spätestens nach der Hälfte des Konzerts auf Hochtouren gebrachte Münchner Publikum bringt. Ganz in schwarz gekleidet, eine Fliege locker um den Hals baumelnd, bewegt sich der schlacksige Riese quer zum Publikum über die Bühne klatscht in angestaubter Mick-Jagger-Manier in die Hände, beugt sich hinter dem schräg gestellten Mikroständer fast über das ordentlich angeheizte Publikum, das spätestens bei der Single Rich Girls noch mal alles gibt.
One Week Of Danger heben sich die New Yorker für den Zugabenblock auf, gefolgt von einer Coverversion: Up The Junction von der britischen 70er-New-Wave-Band Squeeze, die die New Yorker brillant adaptieren und in den eigenen Sound kleiden. Nach rund eineinhalb Stunden und vier Zugaben ziehen die New Yorker weiter durch die deutsche Karwoche; noch drei Konzerte in Köln, Hamburg und Berlin, bis am Freitag die Platte erscheint. Nicht gerade passend zum Tanzverbot. Christian Schober
(06.04.09)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!