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God Is An Astronaut: München
Thursday, 16 April 2009 09:52
God is an astronautNietzsche hatte unrecht: Gott ist nicht tot, er ist Astronaut. Zumindest wenn man der Post-Rock Band glauben darf. God Is An Astronaut nennen sie die drei Herren aus Glen of the Downs in Irland, die die Ohren der Münchner im Hansa 39 in bester Manier zum Klingeln gebracht haben.

Zwei Vorbands haben sie mitgebracht. Die Münchner Newcomer und Post-Popper Andrassy, die ordentlich nervös auf der Bühne standen und die Schweizer Leech, gestandene Herren, die deutlich entspannter musizieren konnten, hatte doch jeder mindestens drei Gitarren im Gepäck.

Der Main-Act God Is An Astronaut: Sphärische Klänge des Keyboards, bis der Bass losbrettert und das Schlagzeug explodiert. Die Bühne versinkt im Nebel, so dass sogar Schlagzeuger Lloyd Hanney schier das Husten anfängt. Doch der Nebel, das Verschwommene, gehört zur Live-Performance genauso dazu, wie die bunten Scheinwerferspielereien. Nicht zu vergessen die Videoinstallation: Hier werden im ständigen Wechsel Bilder von tiefer Schönheit und grausamer Brutalität projiziert. Lachende Kinder, blendende Sonnenuntergänge und Sternenhimmel im Zusammenspiel mit Verwüstung und Krieg. Gott der Allmächtige?

Die Stücke haben beim Konzert eins gemeinsam: Sie sind laut, sehr laut. Das Publikum genießt den gewaltigen Klang. Da werden Köpfe sanft geneigt, aber auch wild à la Heavy Metal Manier ohne Rücksicht auf Verluste geschüttelt. Das paßt auch schon eher zu God Is An Astronaut. Hat ihre Interpretation des Post Rock doch mehr mit Metal als mit dem ruhigen, verträumten Shoegaze zu tun.

Songs der letzten vier Alben spielen sie, so dass die komplette Schaffensperiode abgedeckt ist. Zodiac oder The End Of The Beginning werden vorgetragen. Mal mehr Synthie, mal mehr Schrammelgitarre, kein Gesang und immer in voller Lautstärke. Christine Bulla

(15.04.2009)



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