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The Asteroids Galaxy Tour: München
Sunday, 10 May 2009 01:07
The Asteroids Galaxy Tour drehen eine erneute Runde um MünchenDas Atomic Cafe scheint auf der direkten Umlaufbahn der Asteroids Galaxy Tour zu liegen. Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres sind die Dänen in München zu Gast und bringen das volle Haus in Bewegung.

Unterstützt werden sie dabei von der Münchner Newcomer Band Lucky Fish. Die jungen Indierocker spielen ihre fein komponierten British-Müncherrischen Songs so routiniert, als hätten sie schon jahrelang zusammen Musik gemacht und erinnern dabei stark an englische Kollegen von Franz Ferdinand oder den Kooks.

Dann endlich kommen Mette Lindberg, Lars Iversen und ihre Kollegen auf die Bühne. Bestückt sind sie mit großen Retro-Sonnenbrillen, Pete Doherty-Hüten und auffälligem Indianer Schmuck, den Miloud Sabri, der marrokanische Trompeter der Band, in seinem Laden verkauft. Er war es auch, der der Band den melodischen Namen verpaßt hat.

Gleich mit den ersten Klängen entführen The Asteroid Galaxy Tour ihr Publikum zurück in die 60er Jahre. Die Musik klingt dabei voller und greifbarer als auf Platte. Haben sie doch ihre Synthiecomputer daheim gelassen und spielen alles live: Auf Tournee wächst die 2-köpfige Band um Trompete, Saxophon, Schlagzeug und Bass.

Sängerin Mette mit roter Bluse und blonder wallender Mähne hat eine unglaubliche Bühnenpräsenz: Sie tanzt ganz im Stil ihrer Musik, rudert mit den Armen und wirft mit ihren großen blauen Augen kokette Blicke ins Publikum. Manchmal scheint es, also parodiere sie auch ihre eigene Musik nach dem Motto: Alle machen einen auf Retro, wir auch, aber es ist trotzdem lustig und wir haben großen Spaß dabei. Jedes Lied singt sie mit solch einer Inbrunst, dass es Spaß macht, ihr zuzusehen und zuzuhören. Einer mystischen Sirene gleich, heult sie ihre Töne ins Mikrofon und singt mit ihrer einnehmend kraftvollen Stimme.

Mit der Frage, ob dem Publikum nicht warm ist, kündigt sie den Hit The Sun Ain’t Shining No More an. Around The Bend, das Stück aus der iPod-Werbung von Apple, hätte an dieser Stelle auch sehr gut gepaßt, geht es im Refrain doch um Hitze und um brennende Bedürfnisse.

Nach diesem mitreißenden Auftritt kann der Ruf nach mehr beim Publikum nur durch eine Zugabe der Band annähernd gestillt werden. Dann verschwinden die Asteroids nach knapp einer Stunde auch schon wieder. Auf in ferne Galaxien, where no one has gone before... Christine Bulla

(09.05.09)


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