| White Lies: München |
| Tuesday, 12 May 2009 23:38 | |||
Für ihr München-Debüt hätten sich White Lies kaum einen exklusiveren Rahmen wünschen können: Karten für das Konzert im Atomic Café konnten nämlich nur bei einer Verlosung gewonnen werden. Stellvertretend für alle, denen die Glücksfee nicht hold war, war LAX-Redakteurin Tina vor Ort.
Die britische Musikpresse versieht ja bekanntlich jede neue Band mit einem Etikett, bevor überhaupt die erste Single im Laden steht. So wurden White Lies also vor einigen Monaten zu den Vorreitern einer neuen Düsterpop-Welle erkärt. Blasse Jungs, die traurige Lieder schreiben. Wenn man die Londoner auf der Bühne sieht, fragt man sich allerdings erst einmal, wie sie zu diesem Image gekommen sind.
In Jeans und T-Shirt und mit leicht verstrubbelten Haaren erinnern die vier Jungs eher an eine Schülerband, die es nach dem Sportunterricht gerade noch rechtzeitig in den Proberaum geschafft hat. Vor allem Sänger Harry McVeigh will mit seinen schwarz-goldenen Turnschuhen (mit White Lies-Schriftzug!) und seiner zitronenfalterfarbenen Gitarre so gar nicht verzweifelt wirken.
Das braucht er auch gar nicht. Denn so herzzerreißend, wie er Zeilen wie "Let's grow old together, and die at the same time" (To lose my life) intoniert, ist das Publikum auch ganz ohne theatralische Gesten bereit, für und mit ihm zu sterben.
Überhaupt verzichten White Lies auf jeglichen Bühnenpathos und konzentrieren sich ganz auf ihre Musik. Songs wie Farewell to the Fairground oder Unfinished Business klingen live ein ganzes Stück rockiger als in den mitunter arg glatt polierten Albumversionen. White Lies schaffen es, gleichzeitig nach Übungskeller und Arena-Bühne zu klingen, was sicher nicht zuletzt der streckenweise stark an Midge Ure (Ultravox) erinnernden Stimme von Harry McVeigh zu verdanken ist, die auch live durchaus überzeugt.
Die Band spielt routiniert zusammen und scheint sich nur über Blicke zu verständigen. Kein Rockstar-Gehabe, keine albernen Ansagen. White Lies scheren sich kein bisschen um ihr Image, sie sind nicht hier, um Stilvorgaben gerecht zu werden, sondern um Musik zu machen.
Diese Authentizität wird vom Publikum auch gewürdigt. Jeder Song wird ausgiebig beklatscht und textsicher mitgesungen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, scheinen viele zu denken, wenn McVeigh mit halb geschlossenen Augen von verlorener Liebe singt.
Bevor die Band sich schließlich mit Death verabschiedet, bedankt sich McVeigh beim Publikum. Nahezu schüchtern wirkt er dabei, er lächelt sogar. Und mit diesem Lächeln endet nach einer guten Stunde ein Konzert, bei dem es vor und auf der Bühne nur Gewinner gab. Bettina Koch
(12.05.09)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!