| Malajube: München |
| Monday, 25 May 2009 13:59 | |||
Französischsprachigen Indie präsentierten die Kanadier Malajube den Zuhörern am Sonntagabend im Münchner Orangehouse. Dabei tauschten sie einiges an Charme gegen neu gewonnene Professionalität ein. Wie das klang, weiß Sara vom LAXMag."We're Malajube. Do you remember us?" begrüßt Tastenmann Thomas Augustin das Publikum im spärlich gefüllten Orangehouse. Natürlich erinnern wir uns. Malajube, das war doch die sympathische Band aus Montreal, Kanada, die uns 2007 mit den verträumten, filigranen Melodien ihres zweiten Albums Trompe-l'œil verzauberte und einen kleinen Durchbruch in Deutschland feierte. Heute sind sie zum dritten Mal im Orangehouse zu Gast, diesmal mit der neuen Platte namens Labyrinthes im Gepäck, die lauter, geradliniger und auch deutlich glatter klingt als die beiden Vorgänger. Doch nicht nur musikalisch haben sich Malajube verändert: Sänger Julien Mineau, der früher kaum unter seiner Mütze hervorlugen wollte und sein Gesicht mit langen, zotteligen Haaren bedeckte, wirkt heute mit Kurzfrisur und Karohemd seltsam aufgeräumt. Geordnet klingt auch das, was die vier Herren - der fünfte, Gitarrist und Keyboarder Renaud Bastien, ist inzwischen nicht mehr dabei - da musikalisch präsentieren. Die Songs von der aktuellen Platte wie etwa Porté Disparu oder Ursuline scheinen nur so über Gitarrensaiten und Keyboardtasten zu flutschen - kein Vergleich mit dem liebenswert-chaotischen Kuddelmuddel, das Malajube früher auf der Bühne boten, beim verzweifelten Versuch, ihre ausgeklügelten Kompositionen adäquat live darzutun. Es scheint, als wären Malajube ein wenig erwachsen geworden. Trotz aller scheinbar neu gewonnener Professionalität gelingt es der Band aber leider nicht, die außergewöhnliche, helle Stimme von Julien Mineau angemessen zur Geltung zu bringen. Viel zu laut dröhnen Schlagzeug und Bass aus den Boxen. Da hilft es auch nichts, dass der Sänger sich stellenweise förmlich die Seele aus dem Leib schreit. Und bei den - in den Studioversionen zerbrechlich-schönen - ruhigeren Stücken wie Etienne d'août oder Pâte filo wird deutlich: Malajube haben ihr Songwriting ihren spielerischen Fähigkeiten angepasst - und leider nicht umgekehrt. Diese Songs werden den Zuhörern mit viel Engagement und wenig Feingefühl vor den Latz geknallt und teilweise mit absurd-rockigen Beats oder Basslinien versehen, so dass man meinen könnte, die Band möchte sich über ihre eigenen Werke lustig machen. So bekommt das Publikum im Orangehouse also ein ordentliches, tanzbares und vor allem sehr lautes Rockkonzert geboten. Das ist sicher nicht verkehrt, was sich auch im Applaus der Zuhörer niederschlägt, die sogar noch eine zweite Zugabe verlangen. Auch die Band hat sichtlich Spaß an der Sache, und es wäre gelogen, zu sagen, dass die Musiker hier nicht mit Leidenschaft dabei wären. Trotzdem haben Malajube mit dem Erwachsenwerden doch deutlich an Charme eingebüßt. Die verträumte, etwas naive und schelmische Leichtigkeit hat sich aus Musik, Auftreten und Gesten verabschiedet. Das alles ist vielleicht gute Unterhaltung, wie sie viele andere Bands auch bieten. Eines ist es aber leider nicht mehr: Etwas Besonderes. Sara Haußleiter (24.05.2009)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!