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The Pains Of Being Pure At Heart: München

The Pains Of Being Pure At HeartThe Pains Of Being Pure At Heart - dieser lange, wie ungewöhnliche Bandname geistert seit einiger Zeit durch den Indie-Kosmos. Dahinter verbirgt sich eine junge New Yorker Band, die auf den Spuren der Ramones, der Smiths und My Bloody Valentine wandelt. „Die Schmerzen, die ein reines Herz bereitet" konnte man gestern live erleben im 59:1. Hier ein kurzer Bericht über ein kurzes Konzert.



Nach 45 Minuten verschwanden die New Yorker Jungspunde auch schon wieder von der Bühne. Da spielte die Vorband Elektrik Kezy Mezy gefühlt länger als der Mainact. Elektrik Kezy Mezy ist übrigens eine Band, deren MySpace-Seite man guten Gewissens mal bookmarken könnte. Hier scheint sich was anzubahnen in der bayrischen Landeshauptstadt... Dahinter verbirgt sich ein Duo aus München, das wie 60ies und 70ies Rockpop klingt und auch so aussieht. Sänger Amadeus kam mit knallroter Schlaghose und Blümchenbluse auf die Bühne, gab feinste Mick Jagger-Mimik zum besten und bekam für die gnadenlos ekstatische Bearbeitung seiner Gitarre sogar Szenenapplaus. Während anfangs das Publikum noch etwas skeptisch der Performance gegenüberstand, schaffte das Duo mit Bühnenpräsenz, Retro-Gitarrenrock und den gegenseitigen, fast schon comedy-haften Sticheleien zu überzeugen.

 

Kurz vor elf betrat das Quartett - plus extra Gitarrist - von The Pains Of Being Pure At Heart die Bühne. Los ging's mit Doing All The Things, This Love Is Fucking Right und dem Kracher Young Adult Friction. Nach drei Songs gab es dann auch mal die erste Ansage, in Form von einem „Danke". Dann gings zügig weiter mit dem schmissigen Come Saturday, dem gut gelaunten The Tenure Itch und dem süßlichen Stay Alive. Anschließend traute sich die Dame an den Tasten, Peggy Wang auch endlich was zu sagen und lobte das deutsche Pilsgebräu. Mit ihrer schwarzen Taillenshorts, dem roten Shirt, der schwarzen Rahmenbrille und dem knallroten Haargummi sah Peggy nicht nur zuckersüß aus, sondern erinnerte auch ganz stark an Daria Morgendorffer aus der MTV-Zeichentrickserie von anno dazumal.
Nach 103 kam fehlte nur noch die Hit-Single Everything With You, die freudig erwartet und dementsprechend gefeiert wurde. Sänger Kip Bernman bedankte sich bei den Fans fürs Kommen, beim 59:1 für die besonders reichhaltige Verpflegung und bei den Deutschen für ihr Bier. Dann gab es nur noch Pains OF Being Pure At Heart und schon waren eine gute halbe Stunde und das Set der New Yorker vorüber. Für zwei Songs kamen sie dann noch mal auf die Bühne, bevor der Abend endgültig vorüber war.

 

Trotz des recht kurzen Gastspiels machten The Pains Of Being Pure At Heart
deutlich, warum ihr Name in letzter Zeit so häufig in den Indie-Spähren fällt. Hier ist eine junge, talentierte Band am Start mit eigenen Ideen, wunderbar traurig-schönen Lyrics auf lebendigem Rock-Pop. Sie blasen mit frischem Wind, die Indie-Ohren durch und klingen noch lange nach. Dass sie vielleicht nicht gerade die Entertainer auf der Bühne sind, sei ihnen verziehen . Wenn man mit gerade Mal Anfang 20 das erste Album rausbringt, das sofort reinknallt und man von da an immer in einem Atemzug mit The Smiths und den Ramones genannt wird, dann kann einem der Respekt vorm plötzlichen Erfolg und die Überraschung über des eigene Talent schon mal die Sprache verschlagen. Eva Deinert



naja
simmerl 2009-06-05 18:48:19

2 mal ein konzert im 59:1 gesehn, zweimal mit Elektrik Kezy Mezy als vorband.
scheint ja sowas wie die "five fast hits" des 59:1 zu sein.
parallelen?
beide schlecht.

und dieses komische rumgehammpel mit der gitarre am schluss
macht der auch immer..
holly golightly 2009-06-06 22:06:30

oh ja, parallelen: beides der selbe mann dahinter. beides schlecht, dem stimme
ich zu. wahnsinnig nervig, diese allüren als hätte man es mit jimi hendrix zu
tun.
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