| The Age Of Sound: Im Studio Teil 2 |
| Monday, 07 September 2009 11:48 | |||
Es war ein Mittwoch wie jeder andere. Ich lag im Bett, schaute aus dem Fenster und sah die Welt in Flammen... Es sind Träume wie dieser, die einen froh machen, aufzuwachen. Und es sind Gedanken wie "ich verbringe zurzeit jeden Tag im Studio", die das Aufstehen schließlich sogar noch mal erleichtern!Die ersten zehn Tage sind angesetzt, um die Basics, also, die live gespielten Teile der Songs (Schlagzeug, Bass, Rhythmus-Gitarre, Lead-Gitarre, Gesang) aufzunehmen. Danach folgen dann die Overdubs (Percussion, Zweitgesang, Cello, Geige, Orgel, Katze). Am Montag schafften wir die Basics für drei Songs, Dienstag auch, Mittwoch und Donnerstag noch zwei, Freitag einen... Was auf den ersten Blick so aussieht wie Flasche leer, liegt letztlich daran, dass wir die leichteren Songs zum Anfang aufgenommen haben. Auf diese Weise erhielten wir einen nicht zu verachtenden Egoboost, der nun also die darauf folgenden Tage nach und nach wieder demontiert wurde. Aber wir liegen noch super in der Zeit und werden wohl sogar schon Dienstag mit den Overdubs anfangen können.Ich, Olli, der Ghostwriter dieses Artikels und meines Zeichens Sänger der Band, wurde von Produzent Bente bei Anyone und Fan gebeten doch zum Schluss "die Party weitergehen zu lassen", was übersetzt heißt "Schrei!". Und so begab es sich, dass für einen kleinen Moment der Geist Cobains in den Hallen des Off Ya Tree Studios zu Spüren war. Hauke (der im Laufe der ersten fünf Tage übrigens zehn Bass-Pleks crashte) ließ sich daraufhin einen Spontanapplaus entlocken... Meine Stimmbänder nicht, aber die haben ja eh nichts zu sagen (schlechtester Wortwitz an dieser Stelle, versprochen). Mitte der Woche drängten wir aufgrund unserer Lautstärke den Herrn Samy Deluxe aus dem Nachbarstudio. Was hier nach Hamburgklischee klingt, ist tatsächlich passiert! Es macht Spaß, zu dritt gleichzeitig über fünf vollaufgerissene Gitarren/Bass-Verstärker zu spielen! Der Gesang für Story Of My Life wurde übrigens über ein altes, wirklich sehr ALTES Mikro aufgenommen (Gerüchten zufolge besaß bereits Mozart das Nachfolgemodell). Wenn man weiter als fünf Millimeter vom Mikro entfernt stand, hat es schon nichts mehr wahrgenommen.Also, bis jetzt kann man sich die Studiotage noch so vorstellen wie ein tägliches achtstündiges Konzert auf dem jeweils nur zwei Lieder gespielt werden. Aber ab nächster Woche kommen ja dann die Overdubs und dann wird´s wieder kreativer! Alles Gute, Olli / the Age of Sound
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