Goldberg und Berlin
Saturday, 11 October 2008 23:40

Am Mittwoch kamen wir in Berlin an und waren bereit für den Tourendspurt. Der Abend fand wegen enormster Übermüdung (Chemnitz) ein recht frühes ruhiges Ende. Ja, auch Schlafen kann Spaß machen!

 

Von der Bundeshauptstadt ging es dann am Donnerstag in die Mecklenburgische Provinz nach Goldberg. Auf dem Weg dorthin hatten wir den mittlerweile schon zum festen Bestandteil der Tour gewordenen Spaß mit unserem Navigationsgerät, welches uns willkürlich auf diverse Autobahnen lotste, aber natürlich nicht auf die richtige...die Tour drohte zu scheitern. Aber dann kam jemandem eine Idee! Einer aus der Truppe hatte gerade letztens eine Dokumentation über alte Seefahrer gesehen und erzählte uns von einem ihrer Hilfsmittel: Auf Papier gedruckte Zeichungen der Gegend...sogenannte „Karten“. Da das Navigationsgerät uns weiter ins Gesicht lachte, besorgten wir uns also beim nächstgelegenen Museum eine dieser „Karten“. Und siehe da, es klappte! Wir kamen in Goldberg an! Wir bauten auf! Es gab Essen! Das Essen war gut!

 

Beim Konzert wurde an alles gedacht, so dass neben der wohl besten Lichtshow, zu der wir jemals unsere Instrumente bespielten, auch die erste Pyroshow der Tour beklatscht werden konnte!
Das aus der ganzen Gegend zahlreich zusammengekommene Publikum war begeistert, die Musiker hoch erfreut, das Navi beleidigt. Der Weg nach Goldberg hatte sich definitiv gelohnt!




Nach dem Goldberg-Gig ging es nachts noch zurück nach Berlin, wo wir gegen halb fünf ankamen, kurz schliefen und dann die gewohnte Straßen-Action abspielten...bis der Regen kam. Der Regen macht dem Instrument eines Straßenmusikers noch weniger Spaß als dem Musiker selbst, weshalb die Regenpause zum Essen genutzt wurde. Da der Regen allerdings nicht mehr rechtzeitig aufhörte, wurde diese „Pause“ zum „Ende“ der Straßenmusik der Tour.

 

Wir gingen zum Club und bauten auf. Es ist immer wieder faszinierend wie so ein Raum aussieht, wenn Musiker aufbauen...Es liegen überall Instrumente, Koffer, Kabel und Menschen rum und man fragt sich, wo das alles hin soll, da die Backstage-Räume oftmals die Größe einer einzelnen Gitarre haben. Aber irgendwie kriegt man dann doch den ganzen Kram da rein. Will heißen: Musiker sind irgendwie schon auch Zauberer.

 

Die Tour war allen Beteiligten anzusehen. Schlafzimmerblicke waren die Regel. Aber es war der letzte Gig und so wurde noch einmal alles gegeben, so dass die weite Reise mit einem furiosen letzten Auftritt beendet werden konnte.

 

Die Stimmung nach dem letzten Konzert war sehr melancholisch. Der Kater nach der Tour lässt sich ein bisschen mit dem Ende einer Beziehung vergleichen. Man hatte die letzten Wochen so viel zusammen erlebt und nun war es vorbei. Ja, man konnte auch die ein oder andere Träne sehen.


Es sollte noch ein letztes Mal ausgelassen gefeiert werden, allerdings hatte die gewünschte Cocktail-Location schon zu, so dass der klassische Plan b zum Einsatz kam: Bier auf der Straße trinken bis es zu kalt wird und man sich in die nächste Sparkasse flüchtet.
Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Gabi bedanken, die uns drei Tage bei sich in Berlin hat wohnen lassen! Gabi, dieser Smiley ist nur für dich
:)

 

Natürlich auch hier noch einmal einen riesigen Dank an alle, die diese Tour zu einem großen Erfolg gemacht haben! Leute, die uns mit viel Gastfreundschaft ehrten, die zu den Konzerten kamen und natürlich Laxmag für die tolle Unterstützung mit dem Tourtagebuch!! Ihr seid großartig!!




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