| Auletta: Mainz |
| Wednesday, 20 May 2009 22:43 | |||
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Ein schon recht sommerlich-sonniger Abend am Rhein und das Konzert-Publikum kennt sein Ziel: Zum Heimspiel traten die vier Mainzer von Auletta vor einer gut gefüllten KUZ-Halle an und trafen mit den Songs ihres Debutalbums Pöbelei&Poesie sowohl ins Herz der weiblichen Fans, wie sie auch den Bewegungsdrang der aufgelaufenen Herren bedienen konnten. Ein gut gelauntes Event bei dem LAXMag Redakteurin Mirjam nicht fehlen wollte.
Als Vorband von diversen illustren Indienbands wie Blood Red Shoes und Art Brut haben sich Auletta vor allem im vergangen Jahr einen Namen gemacht. Und die Sache mit dem Vorband-Sein verhält sich letztendlich so ähnlich wie der Kurzfilm für einen angehenden Spielfilmregisseur: ein Probefeld, ein erster Vorgeschmack und nicht selten ein komprimierter Auftritt nach dem Motto "in der Kürze liegt die Würze", der mitunter mehr beeindrucken kann als der Topact in Folge. Eins muss man sagen, auch der erste Langfilm war an diesem Abend durchaus sehens- und hörenswert!
Gleich die ersten Einstellungen bzw. Songs Schlagt Alarm und Unsere Vision (gegen den Frust der Nation) geben nach einem schönen instrumentalen Vorspiel das Genre bzw. den Unterton der Musik vor: wir bewegen uns eindeutig in der Kategorie "Feel Good". Ein guter handwerklicher Background, schöne deutsche Texte zum Mitsingen und die richtigen Tanzbeats. Mit diesem Sound aufgeweckt, kann der Tag oder in diesem Fall der Abend nur in eine gute Richtung laufen.
Die Single Ein Engel/Kein König droht vielleicht etwas in Richtung kitschig abzurutschen, aber das gehört wohl als Baustein zum abwechslungsreichen Repertoire dazu und sei daher genehmigt. Auletta sind im besten Sinne ja auch die Netten von Nebenan, Spaß ohne Reue und Kopfweh sozusagen. Es müssen nun wirklich auch nicht immer gleich dunkle Wolken aufziehen und so ist die Party mit diesen Beach Boys des deutschen Indierocks wie ein kleiner Ausflug in die Zeiten von überschaubaren, adoleszenten Problemfeldern. Unwillkürlich fühlt man sich doch an den lang abgeschriebenen Teenie-Schwarm erinnert.
Vor allem machen live ihre Lyrics so richtig Spaß, das Spiel mit der deutschen Sprache, den Wörtern und dem Klang, so z.B. die genüsslich vorgebrachte Textzeile "Ein Kuss für die Lust" bei Im Westen. So ist die Band ein gelungenes Beispiel dafür, dass junge Wilde eben nicht nur dekonstruktiven Krach produzieren können nach der Devise "Hauptsache schnell und laut". Nein, sie können mit Hingabe auch wirklich Schönes zu Stande bringen, ohne sich auf dem jugendlichen Elan auszuruhen.
Noch dazu war es Sänger Alex, Gitarrist Martin, Bassist Daniel und Schlagzeuger Jusch durchaus anzumerken, dass die Bühnen-Abgebrühtheit noch nicht so ganz durch ihre Adern floss. Aber die durchsickernde Nervosität machte die Jungs wieder zu Sympathieträgern ihrer abendfüllenden Story. Das enthusiastische Publikum lag Auletta nämlich bereits zu Füßen, doch so ganz routiniert konnten die Vier mit dieser Macht noch nicht spielen, aber das kommt noch, sicherlich.
Schließlich arbeiteten sie sich dann doch stetig zum Klimax ihres Auftrittes vor. Die Triple-Abfolge von Meine Stadt, Im Westen und dem absoluten Partysprenger Schrei und Tanz (der deutschen Version von Twist and Shout) brachte dann noch mal alle zum aus sich heraus treten. Mainz hat zwar nicht, wie im Text von Meine Stadt impliziert, komplett in Flammen gestanden, aber es wurde schon ordentlich heiß unter den Füßen.
"To be continued" heißt es jetzt für den Erfolgsweg der Vier. Neben den ersten Videos auf MTV und weiteren Shorts als Vorband von den Kooks und The Enemy gibt es ausführlichere Wiedersehen in diesem Sommer auf den großen Festivalbühnen in Scheeßel, Neuhausen ob Eck und Eching. Na dann, bis bald, Auletta! Mirjam Miethe
(20.05.09)
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Vielleicht lag das Problem auch hier begraben....
http://soundcloud.com/...
Ich kann hier wirklich nur sehr wenig nachvollziehen. Ich finde es unglaublic...
http://www.youtube.com/watch?v=eCQNmFoz_dI&feature=related
Plüschtiere kann man nicht verpacken, Katzen aber schon ;)
http://www.y...
ah pardon, du hast sooo recht! danke für den hinweis!